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PERMETEX® und Sibylle Nebel im Interview zum Thema ‚Handmade in Germany‘

Ihr produziert eure Produkte „Handmade in Germany“. Was bedeutet das und warum ist euch das wichtig?

Maren Wölk: Als wir PERMETEX vor 3 Jahren gegründet haben, war für uns klar, dass wir in Deutschland produzieren wollen. Das hatte unterschiedliche Gründe: Zum einen war es eine politische Entscheidung, zum anderen war es uns wichtig, möglichst nah am Herstellungsprozess unserer Produkte zu sein, um die Qualität der Produkte zu gewährleisten.

Marili Werle: Wir beziehen die einzelnen Materialien überwiegend aus Deutschland bzw. der EU. Das gilt für das ausgerüstete Material genauso wie für die Kurzwaren, die zur Herstellung benötigt werden. Der Vorteil dabei sind kurze Wege in der Produktionskette und damit eine gut nachvollziehbare Lieferkette. Dadurch wissen wir, was in unseren Produkten steckt und was wir an unsere Kunden verkaufen.

„Handmade in Germany“ macht eure Produkte qualitativ hochwertig. Sind sie deshalb auch teurer?

Maren Wölk: Qualität hat natürlich seinen Preis. Und klar sind die Löhne in Deutschland höher, als in Billiglohnländern. Das spiegelt sich letztendlich in den Preisen unserer Produkte wieder.

Sibylle Nebel: Sicherlich sind die Löhne im asiatischen Raum sehr viel billiger. Auch im europäischen Ausland ist es teilweise noch günstiger, aber auch dort ziehen die Preise zunehmend an. Zusätzlich fallen für die Hersteller Mehrkosten an, die nicht zu unterschätzen sind: Man muss in regelmäßigen Abständen zur Produktionsstätte fliegen, es gibt Sprachschwierigkeiten und oft auch viele Retouren.

Maren Wölk: Ich denke, es ist doch so: Die Qualität unserer Produkte trägt dazu bei, dass sie robust und lange haltbar sind. Wie bei allen Produkten, die qualitativ hochwertig produziert werden, ist der Anschaffungspreis höher, aber er rechnet sich letztendlich durch die Dauer der Nutzung.

Mal abgesehen von der Qualität – welchen Vorteil haben eure Kunden dadurch, dass ihr in Deutschland produziert?

Marili Werle: Neben den schon angesprochenen besser überschaubaren Prozessen ist ein weiterer Vorteil von „Handmade in Germany“, dass wir gut und schnell auf die individuellen Kundenbedürfnisse eingehen können. Ein Laken in Übergröße herstellen zu lassen, ist sehr viel einfacher und schneller möglich, wenn wir vor Ort produzieren.

Maren Wölk: Ich schätze es auch persönlich als Verbraucherin, wenn Produkte regional produziert werden. Das ist für mich sehr viel vertrauensvoller.

Die PERMETEX-Produkte werden bei der KCLS GmbH in Berlin produziert. Erzähl uns ein bisschen mehr über dich und dein Unternehmen.

Sibylle Nebel: KCLS gibt es seit November 2015 und steht für Kompetenzcenter für Lege- und Schneidetechnologie. Ich betreibe jedoch schon seit knapp 40 Jahren eine Näherei und seit 20 Jahren lebe ich in Berlin. Wir produzieren hier diverse Produkte aus unterschiedlichsten Materialien, vom Babysöckchen über den Wollmantel oder Bademoden bis hin zum Brautkleid. Unsere Kunden sind kleine Designer, Modelabels wie Wunderkind oder auch große Bekleidungsunternehmen wie C&A bis vor 2 Jahren. Wir haben den Maschinenpark für die unterschiedlichen Produkte und können Einzelprodukte anfertigen, Kleinserien, Mehrfertigungen, aber auch Großserien.

Wie bist du zum Nähen gekommen?

Sibylle Nebel: Nähen und das Handwerk an sich ist meine große Leidenschaft. Es macht mir einfach große Freude, die großen Stoffrollen, die angeliefert werden, zu verarbeiten und am Ende dann das Produkt auf der Kleiderstange zu sehen. Eigentlich bin ich gelernte Arzthelferin. Nachdem ich ein paar Jahre in dem Beruf gearbeitet habe, bin ich als Quereinsteigern zum Nähen gekommen. Das war in den 80er Jahren. Angefangen habe ich durch Freunde, die in Süddeutschland eine Strickerei hatten, in der Puppenbekleidung genäht wurde. Und dann kam eins zum anderen.

Wie kam der Kontakt zwischen PERMETEX und KCLS zustande?

Marili Werle: Wir haben sehr lange in der näheren Umgebung in Berlin und Brandenburg nach einer Produktionsstätte gesucht, die unseren Bedürfnissen entspricht. Über einen privaten Kontakt sind wir dann auf Sibylle bzw. KCLS aufmerksam geworden und was soll ich sagen: es war Liebe auf den ersten Blick.

Warum ist Sibylle mit KCLS der richtige Dienstleister für euch?

Maren Wölk: Sibylle ist in der Lage sowohl große als auch kleine Abnahmemengen zu produzieren. Diese Möglichkeit der Skalierung ist für uns als wachsendes Start-up sehr wichtig, da unsere Aufträge zwischen Großaufträgen und Sonderanfertigungen variieren. Gerade haben wir zum Beispiel einen Kunden, der spezielle Produkte benötigt. Die Standard-Produkte müssen also an den Bedarf angepasst werden.

Marili Werle: Gerade bei der Entwicklung von neuen Produkten ist Sibylles Fachkompetenz für uns unverzichtbar. Sie steht uns mit ihrem Know-how zur Seite und bringt oft kreative Ideen ein.

Was hältst Du von der PERMETEX-Idee?

Sibylle Nebel: Ich bin persönlich ganz begeistert von den PERMETEX-Produkten. Und ich hab immer wieder Ideen, was man neu machen oder verändern könnte. Wenn es beispielsweise Verschnitt vom Stoff gibt, dann kommen mir beim Nähen Ideen, was man damit noch anfangen kann und dann besprechen wir uns in gemütlicher Runde. Und so entstehen dann neue Produkte.

Wir dürfen also gespannt sein, was da noch so kommt. Hast du ein PERMETEX-Lieblingsprodukt?

Sibylle Nebel: Ich bin totaler Fan von den Laken. Ich habe mein PERMETEX-Laken letztens mit in den Urlaub nach Polen genommen und es hat sich sehr bewährt. Außerdem sind natürlich der Kleidersack und der Gepäckschutz ganz klasse und praktisch.

Vielen Dank für das Interview.

Von | 2018-02-14T12:22:21+00:00 14.02.2018|Rund um PERMETEX|